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Wasserenthärtungsanlagen für Privathaushalte

Weiches Wasser für höheren Komfort

„Nur die Harten komm' in' Garten!“ – die bekannte Redensart lässt sich nicht nur auf Pflanzen anwenden, sondern auch auf Wassertropfen. Im Freien ist kalkhaltiges, hartes Wasser kein Problem, im Haus sollte man es aber nach Möglichkeit nicht nutzen. Vor allem Rohrleitungen, Küchengeräte und Oberflächen im Badezimmer sind über weiches Wasser sehr dankbar, denn das macht ihnen das Leben deutlich leichter.

Eine höhere Konzentration an Calcium und Magnesium im Wasser bedeutet auch einen höheren Härtegrad.

Was ist hartes Wasser?

Wasser ist nicht gleich Wasser. Das gilt für das Mineralwasser aus der Flasche genauso wie für das Trinkwasser aus dem Wasserhahn zuhause. Mineralwasser wird zum Beispiel in die Kategorien „Still“, „Medium“ und „Classic“ unterteilt, das Wasser in den Leitungen zuhause bekommt hingegen das Label „weich“, „mittel“ oder „hart“. Der Unterschied dabei: während die Auswahl beim Mineralwasser im Getränkemarkt ziemlich einfach ist, lässt sich das Trinkwasser daheim nicht so einfach selektieren. Dessen Qualität hängt vom Wohnort ab und von der dort vorherrschenden Bodenbeschaffenheit. Die hat einen Einfluss auf die im Wasser gelösten Elemente wie zum Beispiel (und vor allem) Calcium und Magnesium, die als Bestandteile von Kalk einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesamthärte des Wassers haben. Denn eine höhere Konzentration an Calcium und Magnesium im Wasser bedeutet auch einen höheren Härtegrad. Oder anders und vereinfacht ausgedrückt: Je mehr Kalk im Wasser gelöst ist, desto härter ist das Wasser.

Warum sollte man Wasser enthärten?

Hartes Wasser macht sich unter anderem mit Kalkflecken auf Fliesen und Armaturen bemerkbar.
Foto: Erika Wittlieb

Der im Wasser gelöste Kalk ist für den Menschen unbedenklich, hat indirekt aber unschöne Nebeneffekte. Er mindert zum Beispiel die Wirkung von Waschmitteln und lagert sich darüber hinaus an vielen Stellen ab, etwa in Form von Kalkflecken auf Fliesen und Armaturen oder auch Geschirr und Besteck. Schwerwiegender sind allerdings Kalkbeläge im Inneren von Küchenmaschinen und vor allem in Rohrleitungen. Je intensiver die Wasserhärte, desto deutlicher treten solche Auswirkungen zutage. Ablagerungen in den Rohrleitungen sind aber weder auf den ersten Blick sichtbar, noch machen sie sich unmittelbar bemerkbar. Dafür sind die Folgen auf Dauer umso deutlicher, denn die Beläge in den Rohren vermindern den Wasserdurchfluss und erhöhen dadurch den Energieverbrauch.

Wesentlich schneller ist Kalk beim Putzen im Badezimmer und der Küche festzustellen, wo er vor allem auf Fliesen und Armaturen gut sichtbar wird. Das geht nicht nur mit einem erhöhten Bedarf an Reinigungsmitteln einher, sondern kann infolgedessen unter Umständen sogar die Lebensdauer der zu reinigenden Flächen reduzieren. Küchengeräte wie zum Beispiel Kaffeemaschinen sind ebenfalls regelmäßig zu entkalken und auch hier steigt die Frequenz der Reinigungsvorgänge mit dem Härtegrad des verfügbaren Trinkwassers. Aus diesem Grund verfügen Haushaltsgeräte wie Spülmaschinen über integrierte Enthärtungsanlagen – diese Modelle bereiten aber natürlich nur das für den jeweiligen Zweck benötigte Wasser auf.

Beispiel für die Funktionsweise einer Wassserenthärtungsanlage von Grünbeck.
Screenshot: Youtube

Möchte man den positiven Effekt von weichem Wasser auch in anderen Bereichen im Haushalt nutzen, kommt man nicht um eine ins Rohrsystem eingebundene Wasserenthärtungsanlage herum, die insgesamt für weiches Wasser im ganzen Haus sorgt. Dadurch bleiben Fliesen und Armaturen länger sauber, Wäsche fühlt sich nach dem Waschen weicher an und so mancher Besitzer einer Enthärtungsanlage schwärmt sogar vom kräftigeren Aroma seines Morgenkaffees. Neben den subjektiven Eindrücken werden es Ihnen aber vor allem die Rohrleitungen danken und einen positiven Einfluss auf den Energieverbrauch haben.

Wie funktionieren Wasserenthärtungsanlagen?

Generell versteht man unter der Enthärtung von Wasser das Herausfiltern von Calcium und Magnesium. Für Privathaushalte kommen zu diesem Zweck meist Systeme mit einem Ionenaustauscher zur Teilenthärtung zum Einsatz, die unmittelbar hinter dem Hauptwasseranschluss ins Rohrsystem integriert werden. Diese Enthärtungsanlagen verfügen über einen Filter aus Kunstharz, der Kalk (bzw. Calcium und Magnesium) aus dem durchfließenden Wasser bindet und durch Natriumionen ersetzt. Dadurch sinkt der Härtegrad des anschließend ins Rohrsystem abgegebenen Wassers. Allerdings sollte die Wasserhärte nicht zu weit gesenkt werden, um die Wirkung von Waschmitteln und Seife nicht negativ zu beeinflussen – glücklicherweise lässt sich mit modernen Anlagen der gewünschte Härtegrad zuverlässig einstellen.

Moderne Enthärtungsanlagen wie die LEX 1500 Connect von SYR können bequem per App beobachtet werden.

Damit die Wasserenthärtung dauerhaft mit gleichbleibender Qualität möglich ist, muss eine Enthärtungsanlage wie jeder andere Filter auch regelmäßig gereinigt (bzw. regeneriert) werden. Dafür kommt Salz zum Einsatz, das den gebundenen Kalk aus dem Kunstharz löst und direkt ins Abwasser abgibt. Die Häufigkeit dieser Reinigung und damit auch der Bedarf an Regeneriersalz hängen von der verbrauchten Wassermenge ab. Die meisten Hersteller bieten ihre Modelle deshalb in unterschiedlichen Leistungsgrößen an, die sich an unterschiedlich großen Ein- und Mehrfamilienhäusern orientieren. Moderne Wasserenthärtungsanlagen erledigen die notwendigen Reinigungsvorgänge meist automatisch, lediglich das Nachfüllen des Regeneriersalzes ist dann noch manuell zu erledigen. Zudem sind viele Systeme inzwischen sogar netzwerkfähig, so dass sie ins heimische WLAN eingebunden und per Smartphone-App kontrolliert werden können. Auf diese Weise lassen sich jederzeit bequem vom Sofa aus die wichtigsten Informationen wie zum Beispiel der Wasserdruck, die Wasserhärte und die Restkapazität bis zur nächsten Regenerierung des Filters abrufen.

Wie teuer ist eine Wasserenthärtungsanlage?

Wasserenthärtungsanlagen gibt es wie so viele andere Geräte auch in unterschiedlichen Preisklassen. Durchschnittlich sollte man sicherheitshalber mit Preisen ab ca. 2.000 Euro kalkulieren, die Kosten für den Einbau durch einen Fachmann nicht inbegriffen. Den sollte man übrigens dringend hinzuziehen, damit später keine bösen Überraschungen auftreten. Der Einbau unmittelbar hinter dem Hauptwasseranschluss ist für Laien nicht empfehlenswert und auch der Kauf einer Enthärtungsanlage auf eigene Faust wird im Garantiefall zum Problem. Das gilt übrigens auch, wenn ein Fachmann den Einbau vornimmt – Garantie für ein irgendwo günstig erworbenes Gerät wird er dann mit ziemlicher Sicherheit und aus gutem Grund nicht gewähren. Abgesehen davon kann ein Experte auch gleich eine passende Wasserenthärtungsanlage empfehlen, denn auch hier gibt es natürlich preisliche Unterschiede. Diese sind unter anderem auch auf die Ausstattung und Komfortfunktion zurückzuführen, basieren aber vor allem auf dem Unterschied in Größe und Leistungsstärke der Anlagen. So kosten Systeme für Mietshäuser mit mehreren Wohnungen logischerweise mehr als eine Enthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus. Ebenfalls von der Größe des versorgten Haushalts abhängig ist die Höhe der Folgekosten, die vor allem für das Regeneriersalz anfallen. Das ist allerdings mit durchschnittlich etwa zehn bis 15 Euro pro Jahr und Person relativ günstig. Wenn Sie einen genauen Überblick wünschen, lassen Sie sich einfach ein unverbindliches und individuelles Angebot samt voraussichtlichem Verbrauch zur Orientierung erstellen.

Wann lohnt sich eine Wasserenthärtungsanlage?

Wasserenthärtungsanlagen (hier die softliQ:SC-Familie von Grünbeck) gibt es in unterschiedlichen Größen und Leistungsklassen.
Screenshot: Grünbeck-Broschüre "Bewährter Kalkschutz für Ihren Haushalt"

Empfohlen werden Enthärtungsanlagen ab einem Härtegrad von 10°dH (Grad deutscher Härte). Vor allem in Gegenden mit höherem Wasserhärtegrad ist eine Wasserenthärtungsanlage eine sinnvolle Investition. Denn auch wenn die ständigen Kalkflecken im Bad zu verkraften wären, sind die Ablagerungen in den Rohrleitungen nicht so einfach wegzuwischen. Problematisch gestaltet es sich vor allem dann, wenn die Rohre so stark mit Kalkablagerungen zugesetzt sind, dass die betreffenden Abschnitte oder gar vollständige Stränge ausgetauscht werden müssen. Das ist nicht nur ein erheblicher Arbeitsaufwand, sondern erfordert auch zwangsläufig umfangreiche Renovierungsarbeiten – schließlich sind die in den Wänden verlegten Rohrleitungen nicht so einfach zugänglich. Daher bietet es sich zum Beispiel beim Kauf eines Hauses an, mit einer Rohrinspektion den Zustand der Wasserleitungen zu überprüfen und ggf. die Gelegenheit zu nutzen, um neue Rohre zu verlegen und/oder eine Enthärtungsanlage zu integrieren. Natürlich spielt bei diesen Überlegungen auch eine nüchterne Kalkulation eine Rolle, denn selbstverständlich gibt es auch Fälle, in denen sich eine Wasserenthärtungsanlage erst nach überdurchschnittlich langer Zeit rentieren würde.

Eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei der Frage nach der Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage stellt deshalb logischerweise die Qualität und Härte des verfügbaren Trinkwassers dar. Diese unterscheiden sich von Ort zu Ort teilweise deutlich. In den meisten Fällen lohnt sich eine Enthärtung; dann haben die Wasserwerte logischerweise Einfluss auf die Wahl der zu installierenden Enthärtungsanlage. Dank des Internets können alle notwendigen Details heutzutage schnell in Erfahrung gebracht werden: Die Qualität und damit auch die Härte des Trinkwassers lassen sich für nahezu jeden Wohnort relativ einfach per Suchmaschine herausfinden. Geben Sie einfach Ihren Wohnort und den Begriff Wasserhärte oder Wasserqualität in die Suchmaschine Ihres Vertrauens ein. Oft stellen auch gleich die zuständigen Stellen der Städte selbst offizielle Informationen zu dem Thema bereit, inklusive Mengenangaben zu den im Wasser enthaltenen Elementen wie Magnesium oder Calcium.

In Duisburg beispielsweise ist das Wasser laut der Analyse von 2016 südlich der Ruhr sowie in Rheinhausen und Rumeln „hart“ (mit einer durchschnittlichen Gesamthärte von 18°dH, die stellenweise aber auch durchaus auf über 20°dH steigt), ansonsten fällt es in die Kategorie „mittel“ (zwischen 12,0 und 12,6°dH)1. Letzteres gilt auch für die Nachbarstädte Moers mit 12,0 bzw. 12,8°dH2, Krefeld3 mit 13°dH und Dinslaken mit 8,4 bis 14°dH4. In Mülheim an der Ruhr liegt der Härtegrad des Trinkwassers bei durchschnittlich 7,8°dH und damit im Grenzbereich zwischen weicher und mittlerer Wasserhärte. Das gilt auch für Oberhausen mit Ausnahme des Stadtgebietes nördlich der A42 und östlich der A3, wo das Wasser eine mittlere Gesamthärte von durchschnittlich 12,8°dH aufweist5. Im südlich gelegenen Ratingen hingegen ist das Wasser mit Mittelwerten von 15 bzw. 20,2°dH hart6, ebenso in Düsseldorf mit 15,9°dH7. Am Niederrhein ist das Wasser vorwiegend dem Härtegrad „weich“ oder „mittel“ zuzuordnen. Weiches Wasser gibt es zum Beispiel in Kleve8 (6,38°dH) und (an der Grenze zum mittleren Härtegrad) in Kevelaer9 (7,5°dH) sowie in Teilen von Goch10 mit 5,82°dH (sonst mittlere Wasserhärte mit 13°dH). Mittelhartes Wasser fließt mit einem Durchschnitt von 11,3°dH in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten11 sowie mit 12,4°dH in Kalkar, während das Trinkwasser in Geldern12 mit 15,1°dH im harten Bereich liegt (alle o.g. Angaben ohne Gewähr, Stand: 28. Februar 2018).

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